Alejandro

Alejandro Boucabeille (Franko-Mexikaner, 26 Jahre alt), in Mexiko geboren, ist schon recht früh nach Österreich ausgewandert. Dort lernte er schon von klein auf, durch die Arbeit seiner Eltern, das Leben im Tourismus kennen. Er absolvierte die Hotelfachschule Villa Blanka in Innsbruck und beendet derzeit seine Studien an der Universität Innsbruck (Geschichte, Politik, Jura). Alejandro interessiert sich für Reisen, Literatur, Wein und Sport. Er ist Mitglied bei Slow Food und setzt sich aktiv für nachhaltigen Tourismus ein.

Langfassung:
Alejandro Laurent Boucabeille Ruiz ist ein 26-jähriger junger Franko-Mexikanischer Student, der seit 17 Jahren in Österreich lebt. Er beendet gerade seine Studien in Geschichte, Politikwissenschaften und Rechtswissenschaften. Alejandro ist nicht nur in einem touristischen Ort, Acapulco (Mexiko), auf die Welt gekommen, sondern ist aufgrund seiner Eltern in der Hotellerie und im Tourismus aufgewachsen. Sein Schweizer Stiefvater ist Hotelier und war ausschlaggebend dafür, dass er von Mexiko und Frankreich nach Österreich zog . Da er Gastfreundschaft und Gastronomiearbeit usw. von der Pike auf gelernt hat, entschied er sich die Höhere Lehranstalt für Tourismus und Gastgewerbe Villa Blanka in Innsbruck (5 Jahre, Abitur und Diplom als Touristikkaufmann) abzuschließen. Alejandro hat in verschiedenen erstklassigen Hotels mit gültigen Qualitätskriterien und Policies gearbeitet (The Ritz-Carlton Cancun – Gewinner des US Malcolm Baldridge National Quality Award und mehrfacher AAA 5 Star Diamond Award Gewinner, Radisson SAS Kapstadt, The Lanesborough London oder The Badrutts Palace Hotel in St. Moritz) und beherrscht einige Sprachen. Er ist Mitglied bei Slow Food und setzt sich aktiv für nachhaltigen Tourismus ein (Projekt in Rio Lagartos in Merida, Mexiko). Er ist zudem auch Jungsommelier und Jungkäsesommelier.

Meine Position zu „nachhaltigem Tourismus“:

Warum ich für „sanften Tourismus“ bin? Weil ich folgende Ansichten habe:

Der Mensch ist ein Teil des Universums.
Die Erde ist nicht unsere Um-Welt sondern unsere Mit-Welt.
Der Mensch sollte, wie jedes Lebewesen auf der Erde, in Harmonie leben.

Alle diese Punkte ermöglichen ein gesundes wirkliches Wachstum aller Lebewesen. Durch solch eine Lebensphilosophie und Lebenspraxis würde das Aussterben vieler Tierarten oder die totale Umweltverschmutzung vieler Regionen verhindert werden. In unserer Zeit der Globalisierung findet ein etwas paradoxes Phänomen statt. Auf der einen Seite die Welt, in der sich die Menschen immer schneller näher kommen und realisieren, dass sie alle im gleichen Boot sitzen. Auf der anderen Seite aber, der dominierende neoliberale ökonomische Diskurs, durch den sich viele erschreckende Phänomene verfestigen und manifestieren. Ein gutes Beispiel dafür ist das Verschwinden bzw. Aussterben vieler lokaler und regionaler Bräuche, Esskulturen, Speisen usw. Gegen diesen starren negativen Trend setzt sich auch Slow Food mit innovativen und interessanten Ansätzen relativ erfolgreich durch (wir sind alle Slow Foodianer!).

Darum sollten ökologische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Elemente harmonisch zusammenspielen, was auch von der UNO mit der Agenda 21 (repräsentativ für das 21. Jahrhundert) als „Nachhaltigkeitsprinzip“ weltweit (zumindest auf Papier!) vereinbart worden ist.

Wir setzen uns daher für die Erhaltung der biologischen Vielfalt und den pfleglichen Umgang mit der Eigenart und Schönheit der Natur und der Landschaft ein. Doch auch die gute Umweltqualität muss gewährleistet werden. Denn bei quantitativem Wachstum sollte die Belastung von Boden, Wasser, Luft/Klima und der Flächenverbrauch zurückgehen. Wachstum/Fortschritt und Nachhaltigkeit/Harmonie sind keine Gegensätze, selbst wenn diese in unserer Welt dominierend ist, sondern ein und dasselbe. Wie Freiheit und Verantwortung stehen diese zwei Ansätze nicht im Widerspruch, sondern bedingen sogar einander: die Pflicht zur Harmonie eines jeden Menschen, eines jeden aktiv partizipierenden demokratischen Bürgers. Denn Demokratie ist nicht Haben, sondern Sein, es ist eine Lebensform!

Dementsprechend soll auch der Ressourcenverbrauch gesenkt und die Effizienz bei der Nutzung natürlicher und kultureller Ressourcen erhöht werden. Denn dadurch kann Tourismus auch längerfristig profitabel und ökonomisch gesund bleiben.
Um diese wichtigen Punkte dementsprechend umzusetzen, bedarf es auch zur Abwehr einer missbräuchlichen Verwendung Umsetzungsinstrumente, Kriterien und Organe/Akteure wie Verfahrensweisen, Gütesiegel und Richtlinien. Akteure, die bewiesen haben und immer noch beweisen, dass ein solches Konzept erfolgreich in den Alltag umgesetzt werden kann sind zum Beispiel die BIO Hotels.

Da die BIO Hotels, unserer Ansicht nach, diese ähnlichen essentiellen Werte schützen und verfolgen, bewerben wir uns bei diesem Programm, weil wir dieses mutige und wichtige Engagement unterstützen und Teil dieser Bewegung sein möchten. BIO Hotels ist ein Pionier und Innovator im nachhaltigen Tourismus, ein Ansatz, der gefördert werden sollte und zum Standard avancieren muss.

Global denken, lokal handeln!

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